Das anstrengendste Projekt in den letzten beiden Jahren war die Klage wegen Bitburg, die der BUND Landesverband schlussendlich beim OVG Koblenz am 27.8.2025 verloren hat. Am 22.1.2024 wurde die BUND Klage vor dem Verwaltungsgericht Trier verhandelt. Die Berufung wurde anschließend zugelassen, weil das Thema von besonderer Bedeutung sei und nicht einfach zu beurteilen.
Es ging dabei um B-Plan 19 auf der ehemaligen Base Bitburg. Im Bereich der ehemaligen Landebahn wurden die planrechtlichen Voraussetzungen geschaffen für die Ansiedlung einer großen Logistikhalle eines ausländischen Konzerns. Fast 40 ha geschützte Magerwiesen sollen geopfert werden, die größtenteils nicht ausgleichbar sind. Ein solch gravierender Verlust für Flora und Fauna (artenreiche Glatthaferwiesen, Heidenelke, Raue Nelke, Primula veris, ... Neuntöter, Raubwürger, Wiesenpieper, ...) war für den BUND nicht hinnehmbar! Er wurde auch nur durch Freistellungsbescheide der oberen Naturschutzbehörde (SGD Nord) möglich. So haben wir die Unterlagen der SGD nach dem Transparenzgesetz eingefordert und nach Ablehnung unseres Widerspruchs anschließend am 5.7.2023 Klage eingereicht gegen das Land Rheinland-Pfalz wegen Verstoß gegen das Naturschutzrecht des Bundes.
Zahlreiche aktive BUND-Mitglieder aus der Region haben die Verhandlungen als Zuschauer verfolgt. Landesvorsitzende Sabine Yacoub erläuterte, wie wertvoll die mageren Flachland-Mähwiesen nach Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG sind, die seit dem 01.03.2022 durch das BNatSchG geschützt sind und grundsätzlich identisch sind mit den „mageren Flachland-Mähwiesen" gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 3 LNatSchG.
Auch die Landwirtschaftskammer Trier hat die versuchsweise Abmagerung von fast 70 ha landwirtschaftlichen Flächen in Sülm, Lissendorf und rund um die Hungerburg für Kompensation abgelehnt. Es wäre ein sehr teurer Versuch eines Ausgleichs mit fragwürdigem Erfolg nach 30 Jahren.